Die Zeitmaschine 1. Tag, gegen 22h00 Die Zeitmaschine funktioniert! Professor Heinrich hat Recht gehabt. Schade, dass er es nicht erleben kann, aber ich konnte nicht auf ihn warten. Allerdings war meine Abreise vielleicht ein wenig überstürzt. Ich habe nicht daran gedacht, irgendeine Ausrüstung mitzunehmen - keine Waffen, keine Vorräte, nicht einmal eine Kamera oder ein Notizbuch. Aber das brauche ich auch alles gar nicht. Ich habe niemals zu träumen gewagt, dass mir etwas wie heute widerfahren würde. Das Papier, mit dem ich diese Zeilen schreibe, habe ich in einer Nische einer verfallenen Bibliothek gefunden, eine Bibliothek, die vielleicht erst in 700.000 Jahren gebaut wird. Zwischen halb verfallenen Büchern, die niemand mehr liest, weil niemand mehr lesen kann. Eine Welt, die den Untergang der Zivilisation erlebt hat und zum Paradies geworden ist. Ich startete am 31. Dezember 2004 und erlebte nicht nur mit, wie sich die Menschheit jahrelang bekriegte mit den schrecklichsten Waffen - ich erfuhr auch, wie sich die Menschen beinahe selbst zerstörten. Mehr als 800 000 Jahre nach der Apokalypse schließlich hielt ich meine Zeitmaschine an. Neben mir standen ein paar urzeitlich anmutendende Steine aufgeschichtet zu einer mauer, darin befand sich ein Tor. Es gab also noch immer Spuren menschlicher Zivilisation, doch hatte ich eher das Gefühl, in einem Paradies angekommen zu sein. Ein üppiger Urwald aus blühenden Blumen, sanft schwankenden Baumriesen, weichem Gras umgab mich. Die Luft war warm, über 30 Grad, und duftete nach Zimt. Sonnenstrahlen brachen durch das dichte Blattwerk, es musste etwa Mittagszeit sein. Doch ich sah weder Menschen noch andere Tiere. Um mich herum war es fast totenstill. Nur ein paar kleine, harmlos aussehende Insekten flogen von einer tellergroßen Blüte zur nächsten. Da ich auf einer Anhöhe angekommen war, konnte ich über die Wipfel der Bäume hinweg in ein kleines Tal blicken. Dort entdeckte ich ein großes Gebäude. Zivilisation. Ich machte mich rasch auf den Weg, denn ich war neugierig auf die Menschen, die ich dort finden sollte. Nur kurz tauchte der Gedanke daran auf, dass es vielleicht keine Menschen sein könnten, die die Erde jetzt bevölkerten. Nach einer halben Stunde, die mir den Schweiß unter die Achseln getrieben hatte, erreichte ich das riesige, kreisrunde Gebäude. Es ragte an die zwanzig Meter in die Höhe, eine breite Treppe führte zu einem riesigen Tor, das sich überraschend leicht öffnen ließ. Ich betrat einen riesigen Saal, kreisrund und von einer Glaskuppel überdeckt. Auf flachen Tische standen Schalen mit Früchte in allen Formen und Farben. Riesige Bananen neben Orangen und Melonen, weiterhin Kiwis und andere braune, grüne, gelbe, violette, glatte und schrumplige Früchte, die ich noch nie zuvor in meinem Leben gesehen hatte. Vor den Tischen lagen rote Sitzkissen, alt und zerschlissen. In den Nischen an der runden Saalwand hatten sicher einmal Statuen gestanden, doch jetzt waren die Podeste leer. Alles machte einen heruntergekommenen, doch bewohnten Eindruck. Ich verließ die Halle wieder, stieg in der prallen Sonne die Stufen hinab und wandte mich nach links, denn von dort hörte ich leises Lachen, vergnügtes Rufen und das Rauschen von Wasser. Wieder betrat ich den dichten Urwald, der nicht nur mit Blumen üppig protzte, sondern auch mit den Früchten, die ich im runden Saal auf den Tischen gefunden hatte. Das Lachen wurde lauter, und schließlich erkannte ich durch die Bäume hinweg eine sonnenbeschienene Lichtung. Dreißig junge Männer und Frauen, Mädchen und Jungen, kaum jemand schien älter als Mitte zwanzig, und alle wunderschön, hielten sich auf der Lichtung auf. Sie hatten alle gebräunte Haut, lange Haare, die meisten blond, ihre Gesichtszüge waren ebenmäßig, ihre Körper schlank. Sie trugen rote, grüne und blaue Baumwollkleider, die nur die Arme von den Schultern an und die Beine unterhalb der Knie frei ließen, andere waren nackt. Ihre Körper waren makellos. Die Mädchen hatten runde Hinterteile, pralle Brüste, perfekte Schenkel. Manche blickten auf, als ich durch die Bäume brach, und sahen desinteressiert wieder weg. Wenn sich die nackten Mädchen bückten oder hinknieten, entblößten ihre Pobacken die beiden festen Öffnungen. Keiner nahm Anstoß an ihrer Nacktheit. Keinen schien es überhaupt zu interessieren. Ein gellender Schrei hallte plötzlich über die Lichtung. Ich rannte die letzten Meter aus meiner Deckung ins Sonnenlicht. Die jungen Männer und Frauen saßen an einem schnell fließenden Gewässer, tanzten und lachten, fingen Schmetterlinge und spielten fangen, während nur ein paar Meter entfernt ein Mensch zu ertrinken drohte. Ein blondes Mädchen war von der Strömung mitgerissen worden und trieb im Fluss. Sie schrie um Hilfe, ging unter, spuckte Wasser und konnte ich endlich an einem Felsen festhalten. Ein junger Mann saß auf dem Felsen, sah unbekümmert zu, wie das Mädchen vergeblich versuchte, sich aus dem Wasser zu ziehen und wieder abrutschte. Niemand auf der Lichtung schien Notiz von diesem Drama zu nehmen. Ich schrie sie an, flehte die jungen Leute an zu helfen, während ich meine Jacke auszog, zum Ufer des Flusses rannte und ins Wasser sprang. Das Wasser war kalt, die Strömung tückisch. Mit Mühe erreichte ich das Mädchen, das kurz vor dem Untergehen war, und packte sie in der Körpermitte. Trotz der Todesangst in ihrem Gesicht erkannte ich, wie wunderschön sie war. Sie mochte kaum älter als sechzehn sein. Bei dem Versuch, sie in einen Rettungsgriff zu nehmen, spürte ich ihre Brüste in meiner Hand. Ihr leichtes Kleid aus schlichter weißer Baumwolle zerriss beinahe, als ich das japsende Wesen aus dem Wasser zog. Sie hustete, spuckte Wasser und schnappte nach Luft. Ihr Brustkorb hob und senkte sich anfangs noch so rasch, dass ich wieder Angst um sie bekam, doch schnell beruhigte sich ihr Atem. Mein Blick wanderte an ihr herunter. Ihr Kleid war hochgerutscht und entblößte glatte, wohlgeformte Beine. Mein Herz begann aufgeregt zu pochen. Schließlich sah sie mich staunend an. "Warum hast du das getan?", fragte sie. "Warum nicht?" "Niemand macht das", sagte sie. Sie wischte sich eine blonde Haarsträhne aus dem Gesicht. Ihre Wangenknochen waren sehr weich und rund, die Augen klar, der Mund oval. Ich stand auf, streckte ihr meine Hand hin und zog sie auf die Füße. Ihr Kleid war durch das Wasser fast durchsichtig geworden. Wie eine zweite Haut schmiegte sich der Stoff an ihren Köper. Ihre Brüste waren größer, als ich es im Liegen vermutet hatte. Rund, in der Größe zweier aufgeschnittener Pampelmusen, die Spitzen ein wenig nach oben gerichtet. Sie wippten leicht. Ihre Brustwarzen waren wie zwei dunkle Schatten über einer sehr schmalen Taille, die in runde Hüften überging. Selbst der dunkle Streifen zwischen ihren Beinen schimmerte durch den nassen Stoff. Mein musternder Blick schien sie nicht zu stören. Im Gegenteil: als sie ihn bemerkte, bückte sie sich und zog ihr Kleid nach oben über den Kopf. Dann stand sie nackt, wie die Natur sie geschaffen hatte, vor mir. Mein Herz klopfte noch stärker. Ich sah mich um. Niemand nahm Notiz von uns. Die jungen Männer und Frauen spielten weiter, lachten, tanzten und jagten Schmetterlinge. Sie breitete ihr Kleid zum Trocknen auf dem Boden aus und setzte sich daneben im Schneidersitz ins Gras. Bis auf das Haar auf ihrem Kopf war ihre Haut glatt und ohne Makel, nur ein wenig dunkles Schamhaar lag im Schatten zwischen ihren Beinen. "Wie ist dein Name?", fragte ich. "Ich gehöre zu den Eloi", sagte sie und begann, mein Hemd auszuziehen. Ich ließ sie gewähren. "Du hast keinen Namen?" "Man nennt mich Weena. Aber wir brauchen eigentlich keine Namen", sagte sie und nestelte an meiner Hose, doch der Gürtel schien sie zu überfordern, und sie verlor das Interesse. Mit rascher Hand öffnete ich den Lederriemen. Meine Erregung war nicht mehr zu übersehen. Doch auch das schien Weena nicht zu stören. Schließlich saß ich ebenso nackt im weichen Gras. Meine Erektion pochte. "Wo sind die älteren?", fragte ich. "Niemand ist älter als wir." "Und was passiert, wenn ihr noch älter werdet?" "Wir werden nicht älter", sagte sie. Wo war ich da nur gelandet? In einer Zeit, in der ein Menschenleben nichts zählte, weil die Menschen zu dämlich waren? "Aber jeder Mensch wird älter. Auch du warst einmal ein kleines Kind, und jetzt bist du..." Mir stockte der Atem, weil sich das Mädchen auf den Rücken legte und in den Himmel starrte. Doch nicht das scheinbare Desinteresse an meinen Worten ließ mich erschauern, sondern der Blick zwischen ihre angewinkelten Beine. Ihre kleinen Füße hatte sie fest ins Gras gepresst, die wippenden Knie öffneten sich und stießen wieder zusammen. Durch den schmalen Streifen Haar zwischen den festen Schenkeln schimmerte ihr Geschlecht rosig. Ich musste mich räuspern. Gab es hier denn keine Kontrolle? Wenn es keine Alten gab, was war mit ihnen geschehen? Und wer passte auf die Jugendlichen und Kinder auf? Wer beschützte sie? Wenn es denn überhaupt etwas gab, vor dem man sie beschützen musste. Vielleicht hatte ich ja wirklich das Paradies gefunden. "Und wie vermehrt ihr euch?" Weena hob den Kopf und sah mich über ihre festen Hügel ihrer Brüste an. Ihre langen blonden Haare waren beinahe getrocknet und fielen sanft auf ihre Schultern. "Vermehren?" "Ja, ich meine, ihr habt doch Kinder." "Die kommen neun Monate nach dem Narkfest", sagte sie und ließ den Kopf wieder sinken. Ich konnte meinen Blick nicht von ihrer rosa Spalte abwenden. Die runden Schamlippen hatten sich leicht geöffnet und gaben den Kitzler frei. Aber die neun Monate gaben mir zu denken. "Was ist das Narkfest?" "Wie, das kennt du nicht?", fragte sie. "Das Narkfest?" Und dann erzählte mir Weena, dieses süße, junge Wesen, das mit gespreizten Beinen und den schönsten Brüsten, die ich jemals gesehen hatte, vor mir lag, vom Narkfest. Alle neun Monate trafen sich die Mädchen, die bereits mindestens einmal in ihrem Leben mit ihrer - wie Weena es nannte - Frucht das Blutopfer gebracht hatten mit den Jungen, denen es gelang - Weena verzog das Gesicht wie in einer schmerzhaften Erinnerung, als sie es sagte - mit ihren Stangen Saft zu produzieren. Ich zeigte auf meinen steifen Penis. Inzwischen hatte sich sogar ein kleiner Tropfen auf seiner Spitze gebildet. "Damit?" Sie hob den Kopf wieder. "Genau, und danach wir spielen wir wieder Ball oder Fangen." Ihrer Schilderung nach musste das Narkfest etwas sehr Schmerzhaftes und Mechanisches sein. So langweilig und schmerzhaft, dass keiner der Eloi auf den Gedanken kam, sich außerhalb des Rituals mit Früchten und Stangen zu beschäftigen. Und scheinbar gab es so etwas wie Neugierde oder sexuelle Lust nicht unter den Eloi. Womit sie sich ausschließlich beschäftigten, war Fangen, Ballspielen und Tanzen. Ich blickte mich um. Es waren wenige Kinder in der Gruppe, die meisten Eloi waren nach meinen Maßstäben zwischen 16 und Mitte zwanzig. Bei den Mädchen, die das schlichte Baumwollkleid trugen und bis auf die Haarfarbe und -länge die gleiche Frisur, tat ich mich mit einer realistischen Schätzung schwer, andere reckten ihre spitzen, festen, prallen und stets wohlgeformten Brüste in die Sonne. Manchmal legten sich nur einen Meter von uns entfernt eine hübsche Eloi ins Gras, spreizte die Beine und ließ mich zwischen ihre Beine oder unter ihr Kleid gucken. Auch einige Jungen trugen Kleider, bei anderen baumelten die teils bemerkenswert großen Gemächte unbedeckt zwischen den Schenkeln, allesamt bis auf ein paar dunkle Schatten haarlos und nie erregt. Mein Penis zitterte erregt, die Spannung war kaum auszuhalten. Als mich Weena fragte, ob ich Fangen spielen wollte, schlug ich vor, doch das zu machen, was beim Narkfest gemacht wurde. Weena sah zwischen ihren Schenkeln hindurch zu mir herüber. "Außerhalb des Narkfestes?" "Ist das etwa verboten?" "Was heißt verboten?" "Dass man bestraft wird, wenn man es trotzdem macht." "Was heißt bestraft?" Ich wollte etwas erwidern, doch ich spürte, dass ich so nicht weiter kam. "Also, ihr könntet es machen?" "Ja, aber niemand macht es." "Warum nicht?", fragte ich. "Weiß nicht", entgegnete sie und ließ den Kopf wieder sinken. Ihre angewinkelten Beine fielen zu den Seiten und gaben den Blick frei zwischen die runden Wülste ihres Geschlechts. In mir rotierten die Bedenken und Zweifel. Ich konnte das Mädchen nicht zum Objekt meiner Lust machen. Hier ging es nicht um die Verführung einer Eingeweihten. Es war eher wie Nötigung, so entwickelt Weena auch war. Sie war eine junge Frau, aber ihre Unerfahrenheit und Naivität machten sie zu einem kleinen Mädchen. Doch als sie aufstand, sich die Haare aus dem Gesicht wischte und sich nur ein paar Zentimeter vor meinem Gesicht nach vorne beugte, um nach ihrem Kleid zu greifen und sich ihr perfekter Po entblätterte, musste ich mir auf die Zunge beißen, um nicht vor unterdrückter Lust aufzustöhnen. Es regnete am späten Nachmittag einmal sehr heftig. Wir stellten uns in den Regen. Weena tanzte im Kreis, bis ihr Kleid wieder an ihrem Körper klebte, spielte Fangen mit anderen Jungen und Mädchen, während ich versuchte zu begreifen. Nach einer halben Stunde kam die Sonne wieder zum Vorschein und trocknete alles. Bis dahin hatte ich nicht viel mehr aus Weena herausholen können, als einige weitere Informationen über das Leben der Eloi. Es gab keine Städte und keine Regierung, das irritierend erregende Mädchen hatte nicht einmal eine entfernte Ahnung, was eine Stadt war. Sie kannte das Wort schlicht und einfach nicht. Es gab überall in der Gegend solche Hallen, wie die, in der ich gewesen war. Dort schliefen die Eloi, aßen und tranken. Und den Rest der Zeit tanzten und lachten und hüpften sie, spielten Fangen oder Ball. Es schien das Paradies zu sein. Ich versuchte, mit anderen Eloi ins Gespräch zu kommen, aber auch die Jungen hatten keine Ahnung, was Städte waren oder Regierungen. Sie waren vollkommen auf sich alleine gestellt. Doch es schien keine Bedrohung zu geben. Keine Wilden Tiere, keine Feindseligkeiten, keine Aggressoren. Hier lebten sie von Tag zu Tag ein Leben ohne Besonderheiten. Schließlich verließen die Eloi die Lichtung. Wohin sie gingen, wollte ich wissen, Antwort bekam ich keine. Ich folgte Weena durch den Dschungel und stand bald wieder vor dem runden Gebäude. Aus allen Richtungen strömten hübsche, junge Menschen, teils nackt, teils in Kleider gehüllt, auf das Gebäude zu, die breite Treppe hinauf. Dort standen die silbernen Tabletts mit Früchten bereit, auf die sich die mehr als dreihundert Eloi, Kinder, Teenager und junge Erwachsene, sofort stürzten und gierig aßen. Auch ich fühlte, wie hungrig ich geworden war, und griff zu. Meine Kleidung legte ich in eine der Nischen. Die Wärme im Gebäude war sehr angenehm. Ich genoss es, nackt herumzulaufen, ohne dass jemand sich daran störte. Meine Eltern waren früher oft an FKK-Stränden gewesen, und obwohl ich nicht im Osten Deutschlands aufgewachsen war, hatte Nacktheit für mich immer etwas Unverkrampftes, das ich im Alltag vermisste. Neben mir saß Weena auf einem Kissen und stopfte sich den Mund mit einer Banane voll. Die Frucht war riesig, länger noch als mein Unterarm, und genauso dick. Doch für die Eloi schien es eine normale Portion zu sein. "Was machen wir morgen?", fragte ich schließlich nach dem Essen. "Was meinst du?", antwortete Weena. Ich wollte meine Frage präzisieren, doch dann wurde mir bewusst, wie sinnlos dieses Unterfangen war. Genauso gut konnte ich ein Kaninchen fragen, was es an einem bestimmten Tag plante. Sie verstand die Frage genauso wenig. Ich kannte die Antwort: Fressen und herumhoppeln. Wie heute und am Tag zuvor. Und dazwischen die Wiese mit Kötteln bedecken. Mir wurde in diesem Moment schmerzhaft bewusst, dass ich genau das seit mehr als 24 Stunden nicht gemacht hatte. "Wo geht ihr denn hin, wenn ihr mal müsst?", fragte ich Weena, die sich aus einem alten, abgestoßenen Tonkrug Wasser in einen Trinkbecher goss. "Müssen?" "Na, die Früchte kommen hier rein", erklärte ich und zeigte auf meinen Mund, "und müssen da wieder raus." Dabei zeigte ich zwischen meine Beine. Weena lächelte und stand auf. Dabei ergriff sie meine Hand. "Komm mit", sagte sie. Wir liefen durch die Bibliothek, die große Treppe hinab. Die tief stehende Sonne blendete einen Moment lang. Es war immer noch heiß. Vor der Bibliothek führte ein Weg hinunter zum Fluss, der hier träge und flach zwischen den letzten Bäumen heraus auf eine große Ebene floss. In einiger Entfernung ragten kleine, vulkanartige Kegel aus der mit niedrigem Gras bewachsenen Ebene. Vom Fluss führte eine etwa zwei Meter breite Rinne in einem 45°-Winkel zurück in Richtung Bibliothek. Sie bestand aus brüchigem Beton und endete nach knapp einigen Metern an einer niedrigen Mauer, die eine ehemalige Staustufe sein konnte. Dort verbreiterte sich die Rinne auf mehr als fünf Meter. Das Wasser gurgelte über die niedrige Mauer und verschwand dahinter in einer tieferen Rinne, die zwischen dem flachen Gras weiter über die Ebene lief. Der Boden in der Rinne vor der Mauer war sandig. Niemand machte sich die Mühe, die Rinne frei zu halten, doch wie ich gleich erfahren sollte, war das gar nicht nötig, sondern Teil des Systems. (Ob ursprünglich geplant oder nur improvisiert würde ich nie jedoch erfahren.) Weena zog ihr Kleid bis zu den Hüften hoch und ging ein paar Schritte weit ins Wasser, das an dieser Stelle sehr flach und kristallklar war. Sie hockte sich vor die niedrige Mauer und pinkelte drauflos. Dann tauchte sie die Hand ins Wasser und reinigte sich zwischen den Beinen mit den Fingern. "Nein, ich meine, du weißt schon." "Nein", sagte sie. "Aber wir machen alles hier. Auch morgens." "Morgens?" "Ja, und dann nehmen wir den Sand." Jetzt verstand ich. Vorsichtig stieg ich in die Rinne. Das Wasser war frisch, der Sand an den Füßen weich wie Seide. Ich ging ebenfalls in die Hocke und erlebte die abführende Wirkung zu vieler Früchte. Anschließend griff ich in den Flusssand und machte mich sauber. Im ersten Moment fand ich es widerlich, doch als ich meine Hand aus dem Wasser zog, waren meine Finger sauber. Der feine Sand reinigte besser als das teuerste Toilettenpapier. "Wieso trägst du ein Kleid", fragte ich auf dem Weg zurück zur Bibliothek, "und die anderen nicht?" "Ich mag das Gefühl auf der Haut", sagte Weena, und das war der Moment, in dem ich wusste, dass noch nicht alles verloren war bei den Eloi. Mit schwindendem Licht gingen die Eloi schlafen. Kerzen oder elektrisches Licht waren unbekannt. Ich war zu aufgeregt, um schlafen zu gehen. Nackt wie ich war lief ich die noch warmen Stufen hinab. Unter einen sternklaren Himmel legte ich mich in das duftende Gras. Die Temperatur hatte sich seit Sonnenuntergang kaum verändert. Durch das Summen der Zikaden kam ich mir vor wie in einem südeuropäischen Land. Es war wie in dem Traum, den ich oft als Teenager hatte. Darin flog ich nackt und wie ein Vogel mit ausgebreiteten Armen in einer warmen Sommernacht über die Dächer meiner Kleinstadt, spähte durch hell erleuchtete Fenster in fremde Zimmer und spürte die Lust daran, im Schutze der Dunkelheit eine Erektion zu bekommen. Die Realität war jedoch nie so schön. Manchmal überkam mich die Lust, wenn ich in unserem Viertel Zeitungen austrug und von der Dunkelheit eingeholt wurde, und ich fummelte in einer dunklen Ecke einer kaum befahrenen Straße meinen harten Schwanz aus der Hose um zu masturbieren. Ich konnte mich auch daran erinnern, wie ich mit 13 zum letzten Mal mit meinen Eltern Skifahren war und die Lust auf der Skipiste zu groß wurde, um ihr zu widerstehen. Dann glitt ich von der Piste in den Fichtenwald, schnallte die Skier ab und setzte mich hinter einen Baum um zu wichsen. Aber ich kam nie an dieses Gefühl in meinem Traum heran, in dem ich die warme Luft überall an meinem nackten Körper spürte und ich meine Erektion stolz unter mir zur Schau trug.